Diese drei Gesetzmäßigkeiten bilden das erste Bestandteil der vorliegenden RBZ-Methodologie. Als zweites Bestandteil dieser Methodologie, die zur Beschreibung von einem kreisläufiger Prozeß bzw. von einer Spiralwindung aus dem Kreislauf von mehreren Windungen innerhalb einer Autonomie dient, wird ein 5-Vektor-Modell „der räumlichen und zeitlichen Deklination“, nachstehend – RIZD angeboten. Das klassische räumlich-zeitliche Modell wird durch einen funften Vektor, nämlich den Deklinationsvektor d ergänzt. Abb. 1
     Veranschaulichen wir die Anwendung des RIZD-Modells am Beispiel des klassischen Pendels, indem wir davon ausgehen, daß die derzeit bestehenden Beschreibungsverfahren keiner neuen Methodologie bedürfen. Die Differentialgleichung und einige Kurven reichen aus, um die Bewegung des klassischen Pendels mit Reibung beschreiben zu können.
     Die Anwendung des Beispiels mit dem Pendel sowie der RBZ-Methodologie hilft uns zu verstehen, daß sie für die Beschreibung eines solchen Systems wie der nachlassende Pendel total geeignet ist. Bei Pendelfunktion sind zwei gegenseitig verbundenen Zyklen zu beobachten. Der erste - Reproduktionszyklus hat zwei Bestandteile inne: das eine in Form eines Vektors, bezeichnen wir ihn als Vektor für Perspektivumwandlung (PU/ÏÏ), der den Pendelausschlag auf bestimmte Ebene von der Gleichgewichtslage aus wiederspiegelt und das andere – Vektor für Retrospektivumwandlung (RU/ÐÏ) – die Umsetzung der durch Perspektivumwandlung erzeugten Potentialenergie in die Wärme. Der zweite Zyklus – die Umwandlung der kinetischen Energie in die Potentialenergie sowie der Potentialenergie in die kinetische Energie, das heißt eine Pendelschwingung. Das dargelegte Vektormodell der Autonomie „Pendel“ besteht nicht nur aus zwei Zyklen, sondern jeder Zyklus besteht seinerseits an und für sich aus zwei Bestandteilen (Abb.2)
     Indem der Pendel von dem Nullpunkt auf der Vertikalachse ausgeschlagen wird, wird eine Perspektivumwandlung (PU) des Reproduktionszyklus geschaffen. Die Umsetzung der im höchsten Punkt erzeugten Potentialenergie leitet den Prozess der Retrospektivumwandlung des Reproduktionszyklus ein, die dann mit dem Pendelstillstand endet. Die Anwendung des RIZB-Modells macht uns die Umwandlung des Hauptzyklus im Pendelmodell bzw. den Ubergang der der Potentialenergie in die kinetische Energie und umgekehrt deutlich. Führen wir den Deklinationsvektor d ein, der sich aus den Zeit-, Raum- und Energiewerten, die sich jeweils innerhalb eines Zyklus verändern, zusammensetzt. Die Bestandskomponente des Vektors d, das sind die vom Pendel für eine Schwingung verwendete Energie, die Raumgröße (Amplitude) der Pendelschwingung sowie die Zeitdauer von jeder nächsten Schwingung, werden durch die Luftreibung kleiner. Anhand von zwei Pendelschwingungen bzw. zwei Größen des Vektors d sind wir imstande, das ganze Pendelerlöschungsmodell zu prognostizieren. Die Differenz zwischen den Größen des Vektors d bei der ersten und bei der zweiten Schwingung ist als Prognosemodell für die Modellentwicklung zu dienen.
     Wie es bereits oben angesprochen wurde, besteht das Vektormodell einer Autonomie aus dem Hauptzyklus sowie aus dem Reproduktionszyklus, wodurch ein Evolutionsvektor gebildet wird. Am Beispiel des Pendels wurde ersichtlich, daß jeder von diesen Zyklen jeweils aus zwei Bestandteilen besteht. Der Hauptzyklus besteht aus dem Erregungsprozess (EP) sowie aus dem Hemmungsprozess (HP). Der Reproduktionszyklus besteht seinerseits aus dem Perspektiv- und Retrospektivumwandlungsprozess. Als Evolutionsvektor tritt in diesem Fall ein durch die in einem Schwingungsumfeld erfolgende Reibung des Gewichts verursachter Prozess auf. Das aus fünf Vektorgrößen (EP/ÏÇ, HP/ÏÃ, RU/ÐÏ, PU/ÏÏ und d) zusammensetzendes Modell ist als Vektorautonomie zu bezeichnen und wird für die Analyse von jedem komplizierten System, u.a. Gesellschaft, Familie, Wirtschaft, Mensch, komplizierte technische Systeme usw., angeboten. Das ist das dritte Bestandteil der dargelegten RBZ-Methodologie (Abb. 3).
     Alles fängt mit den zwei gegenseitig verbundenen Zyklen bzw. zwei gegenseitig verbundenen Spiralwindungen an. Die Beschreibung von nur einer Spiralwindung ermöglicht uns ein Prognosemodell für die Entwicklung eines kompliziert organisierten Systems zu erstellen. Auf Grund der Beschreibung des Deklinationsvektors nach einer dieser Werte (Zeit, Raum oder Energieaufwand für jeweilige Pendelschwingung) läßt sich das ganze System bis zur dessen Erlöschung beschreiben.
     Die Welt von kompliziert organisierten Systemen, die sich räumlich und zeitlich als eine Einheit entwickeln, wird vielmehr verständlicher und einfacher für uns, wenn wir sie aus dem Standpunkt einer Vektorautonomie betrachten. Das Vorhandensein von solch komplizierten Systemen wie eine Gesellschaft oder wie der menschliche Organismus, wo Millionen von Prozessen ablaufen, weist uns darauf hin, daß jeder von diesen Zyklen im Laufe der Evolution von seinem Aufbau her hierarchisch strukturiert wurde. Die Hierarchie des Zyklus der Hauptumwandlung sowie die Hierarchie des Reproduktionszyklus werden jeweils synchron gebildet. Egal, wie kompliziert ein System ist, es hat eine nur aus fünf Vektorn bestehende Vektorautonomie zugrunde. Am Beispiel des erlöschenden Pendels läßt sich eine weitere Gesetzmäßigkeit erkennen: die Funktionszeitdauer eines Systems wird durch eine Perspektivumwandlung, d.h. durch die beim Pendelausschlag erzeugende Energiekraft, sowie durch den Vektor der bei einer Pendelschwingung im Schwingungsumfeld erfolgenden Retrospektivumwandlung bestimmt. Die Perspektivumwandlung wird durch die Horizontlinie, zu welcher das Pendelgewicht ausgeschlagen wird, limitiert; die Retrospektivumwandlung endet mit dem endgültigen Pendelstillstand.

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Myroslav
Pankevych